Zusatzförderung
Die Lehrerin hat jetzt eine Zusatzförderung für unseren Sohn empfohlen. Sie hat uns freigestellt, ob wir diese über die Schule laufen lassen wollen (es gibt immer einen Lernkreis nachmittags, der sich mit den jeweiligen Problemen der etwas schwächeren Schüler beschäftigt) oder ob wir uns lieber eine private Förderung suchen, d.h. ganz klassische Nachhilfe. Wir sind da momentan am Überlegen. Was ist besser? Daniel, der beste Freund unseres Sohnes nimmt an den Lernkreisen in der Schule teil und zeigt bis jetzt keine große Verbesserung. Man könnte natürlich auch versuchen, dass man beides macht, einmal der Lernkreis, dann aber auch private Nachhilfe, aber wir möchten ihn auch nicht überfordern. Warum ist es so schwer, das Richtige für sein Kind zu tun? Die Schule ist wichtig und er wird uns hoffentlich irgendwann danken, dass wir da so hinterher sind, aber gleichzeitig möchte man ihm auch so viel Zeit wie möglich als Kind lassen.
Anstrengender Tag
Wenn ich heute Feierabend habe, habe ich noch lange nicht Schluss. Schön wäre es, wenn ich dann nach Hause fahren könnte, meine Frau und meinen Sohn begrüßen, mich hinsetzen und das Fußballspiel heute Abend gucken. Aber stattdessen gibt es ein schnelles Abendessen, da meine Frau auch erst kurz vorher von der Arbeit kommt, wir fahren unseren Sohn zu meiner Schwester, die heute Abend auf ihn aufpasst, dann geht es für uns zum Elternabend in der Grundschule. Ich weiß nicht, ob das nur uns so geht (obwohl, wenn man die aktuellen Diskussionen verfolgt, wahrscheinlich nicht), aber ein Elternabend bedeutet immer jede Menge mentalen Stress. Unser Sohn ist intelligent, aber faul und hat eine Lese-Rechtschreibschwäche. Wir möchten natürlich das Beste für ihn und irgendwo ist man auch ein Opfer der momentanen Panikmache in den Medien (nach der ein Kind nur noch eine Chance hat, wenn es Abitur hat), aber das ist anstrengend.